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    Kapitel 21


    Ich schrieb und schrieb immer wieder diesen Satz. Nach einigen Stunden brannte meine rechte Hand. Ich legte den Stift kurz beiseite und massierte meine Hand ein wenig, doch danach nahm ich den Stift sofort wieder in Hand und schrieb weiter. Ich hatte Angst, dass Jonathan in genau dem Moment als ich eine kurze Pause machte in mein Zimmer kommen könnte. Meine Augen gingen in die Richtung meiner Zimmertüre, aber er stand nicht da. Ich Atmete einmal kurz aus und war froh darüber. Ich kann nicht genau sagen, wie oft ich diesen Satz geschrieben hatte, aber der halbe Block war voll davon. Kurze Zeit später ging meine Zimmertüre auf und er kam rein. Er ging ohne Worte auf mich zu und nahm mir den Block weg. Jonathan blätterte die Seiten durch. „Du hast einen halben Block in den paar Stunden geschafft? Wie langsam bist du eigentlich?“ lachte er mich aus. „Na ja was hab ich auch schon von dir erwartet. Es wäre alles schöner, wenn es dich nicht geben würde. Leider

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    Kapitel 20


    In dieser Nacht konnte ich kaum zur Ruhe kommen. Es hatte sehr lange gedauert bis ich schließlich einschlief. Ich bekam am nächsten Morgen nicht mit, als Susan das Haus verlassen hatte um zur Arbeit zu fahren. Jonathan brachte meine Schwester zu einer Freundin, die sie gefunden hatte, als wir bei der Grillparty waren. Als er zurück im Haus war, kam er auf direktem Weg zu mir in mein Zimmer.


    Während ich noch schlief ging er auf mich zu und packte mich an den Haaren und zerrte mich aus meinem Bett. In Panik nahm ich meine beiden Arme nach oben und griff nach seiner Hand. Ich versuchte seine Hand von meinen Haaren weg zu bekommen, doch ich hatte keine Chance gegen ihn. Dabei schrie ich, doch niemand kam um mir zu helfen. Mit meinen Beinen strampelte ich wie wild um mich, doch auch das half nichts. Jonathan schleifte mich aus dem Zimmer und die Treppen hinunter. Der Schmerz den ich verspürte, als er mich an meinen Haaren zog, strömte durch meinen gesamten Körper. Die

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    Kapitel 19


    Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und fing an zu zeichnen. Natalie musste natürlich hatte natürlich keine Strafarbeit oder ärger bekommen. Ich wusste ja das Jonathan sie leiden konnte. Sie war nun mal das, was er sich vorgestellt hatte. Sie war brav, lernte schnell und versuchte es ihm recht zu machen. Ich verstand nicht, was ich denn so schlimmes getan hätte, dass ich seine Launen abbekam. In Gedanken versunken, hörte ich nicht, wie es an meiner Zimmertüre klopfte. Also ging die Türe auf, als ich nicht reagierte. „Emma, ich möchte gerne mit dir reden.“ hörte ich schließlich die Stimme von meiner Mutter. Susan trat ein und setzte sich an den Rand meines Bettes. Ich drehte mich zu ihr um, doch zu ihr aufs Bett setzte ich mich nicht.


    „Jonathan hat es bestimmt nicht so gemeint. Es ging ihm heute nicht so gut und war nicht besonders gut gelaunt. Ja er hätte dich nicht so behandeln dürfen und ich bin mir sicher das es ihm Leid tut. Aber du bist auch schon ein wenig

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    Kapitel 18


    Langsam neigte sich der Sommer doch dem Ende zu und in ein paar Tagen würden meine Schwester und ich auf die neue Schule gehen. Neue Leute die ich nicht kannte, neue Lehrer, das machte mir ein wenig Angst. Aber ich wusste, dass ich zumindest, auch wenn ich erst gestern ein paar in meinem Alter kennengelernt hatte, diese auch auf meine Schule gehen würden. Vielleicht würde ich ja auch mit einem dieser Kinder in die selbe Klasse gehen. Hoffte ich zumindest. Als ich mich im Badezimmer wusch und fertig machte für den Tag, konnte ich es kaum glauben, dass schon einige Monate vergangen waren, wo wir hier wohnten. Ich vermisste meine Freunde die ich hatte und vor allem meine Oma. Seit dem wir hier wohnten, war sie nur ein mal zu Besuch und wir hatten auch kaum miteinander gesprochen.


    Die anderen waren schon ein wenig länger wach als ich und waren bereits unten. Jonathan beklagte sich, dass er starke Kopfschmerzen haben würde, was wohl von dem Alkohol sein würde, da er

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    Kapitel 17


    In dieser Nacht hatte ich Alpträume. Ich träumte davon wie Jonathan mir weh tat, wie er mir all diese Dinge sagte. Ich wachte ein paar mal auf und mein gesamter Körper zitterte. Dieses Gefühl der Angst vor diesem Mann, konnte man nicht in Worte fassen. Ich versuchte immer und immer wieder an was schönes zu denken, doch der Alptraum ging immer an der Stelle weiter wo ich zwischendurch wach wurde. In meinem Traum packte er mich an beiden Armen und schüttelte mich hin und her, er sagte mir das er mich hasse und sich wünschte ich wäre nie geboren worden. Das ich nur eine Last sei und er es nicht ertrage, dass ich eine Ähnlichkeit mit meinem Vater hätte. Ich war froh als die Nacht endlich vorüber war und die Sonne durch mein Fenster strahlte. Also stand ich von meinem Bett auf und zog mich um und setzte mich an meinen Schreibtisch.


    Ich nahm ein Blatt Papier und ein paar verschieden färbige Stifte und fing an zu zeichnen. Ich zeichnete in die Mitte des Blattes ein Haus mit

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    Kapitel 16


    Ich blieb oben und verschwand in mein Zimmer. In der Hoffnung wenn ich mich ruhig verhalten würde, dass ich Jonathan nicht wütend machte. Doch schon nach ein paar Minuten ging meine Zimmertüre auf und er stand in meinem Zimmer. Er hatte einen Block und einen Stift in der Hand und warf in mir vor die Füße.


    „Wenn du denkst, das du ohne Bestrafung davon kommst, für dein Verhalten heute, hast du dich geschnitten. Du wirst jetzt auf den Block 500 mal ich werde das tun was von mir Verlangt wird und wie Natalie sein, schreiben. Hast du das verstanden?“ befahl er mir. „Warum? Ich habe nichts getan.“ versuchte ich stark zu sein. Doch das kam bei Jonathan nicht gut an, er wurde wütend. „Was hast du gesagt?“ sprach er mit wütender Stimme, als er auf mich zu ging. Ich saß noch auf dem Boden, als er mich am Handgelenk packte und mich mit kraft in die Luft zog, sodass ich keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Er zog mich so hoch, dass ich in sein Gesicht schaute.

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    Kapitel 15


    Der Sommer neigte sich langsam aber doch dem Ende zu. Doch wir hatten heute Glück mit dem Wetter, es wurde noch einmal so richtig heiß, sodass wir heute im Pool spielen konnten. Also zog ich meinen Badeanzug an und lief die Treppen hinunter und auf direkten Weg in den Garten. Das Wasser war nicht all zu kalt, dass ich keinen Kälteschock bekam, als ich völlig trocken in den Pool sprang. Kurz darauf folgte mir Natalie und tat das selbe. Susan brachte uns noch einen Wasserball und wir warfen ihn hin und her. Dabei schrien und lachten wir natürlich. Denn das machten Kinder nun mal so. Jonathan saß an seinem Arbeitstisch und war schnell genervt, als er uns herumtollen hörte. Unsere Mutter brachte ihm einen Kaffee an den Tisch. „Wie läuft es mit dem Projekt“ fragte sie ihn und massierte ihm dabei die Schultern. „Es läuft ganz gut, nur kann ich mich bei dem Lärm nicht konzentrieren.“ antwortete er ihr und legte eine Hand auf die von Susan. „Ich werde mit

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    Kapitel 14


    Ich hatte in dieser Nacht nicht gut geschlafen. Ich träumte davon, wie Jonathan mich Schlug. Als ich wach wurde, konnte ich mich kaum bewegen. Meine Gedanken waren noch bei gestern, als er mich so behandelte und mir diese Dinge sagte. Mein Körper zitterte vor Angst. Ich hielt mein Kuscheltier immer noch fest in den Händen. Am liebsten würde ich einfach im Bett liegen bleiben und mich keinen Millimeter rühren. Es schien so als wäre ich die letzte die noch im Bett lag, denn ich hörte wie es an meiner Tür klopfte und meine Mutter hereinkam. Ich schloss schnell die Augen und tat so als würde ich noch schlafen. Sie setzte sich neben mich hin auf mein Bett und weckte mich auf. „Guten Morgen, du schläfst ja noch.“ sagte sie mit einer ruhigen Stimme zu mir. Also öffnete ich wieder meine Augen und sah sie an. „Na komm du Schlafmütze, steh auf, wir Frühstücken gleich und machen uns dann fertig.“ legte sie noch nach. „Muss ich heute mitkommen?“ fragte ich

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    Kapitel 13


    Es waren einige Stunden vergangen und bereits Abend geworden, bis die beiden wieder nach Hause kamen. Ich saß immer noch in der Ecke in meinem Zimmer mit meinem Stofftier in den Armen. Doch ich hatte mich ein wenig beruhigt und hatte aufgehört zu weinen. Ich schaute noch einmal in den Spiegel und sah, dass man Jonathans Handabdruck nicht mehr sehen konnte. Ich war erleichtert darüber, denn was hätte ich meiner Mutter denn sagen sollen, woher der Handabdruck in meinem Gesicht herkam? Mir gingen seine Worte nicht aus dem Kopf //Wenn du deiner Mutter davon erzählst, wirst du schon sehen was du davon hast//. Wenn ich also nichts sagen würde was er getan hat, dann würde ich keinen Ärger bekommen. Ich verstand nicht was heute passiert war, warum er die Hand gegen mich erhoben hatte, nur weil ich in einen Raum ging, wo ich nicht hin sollte, schlägt man doch niemanden oder? fragte ich mich selbst. Ich stand auf und öffnete meine Türe. Ich steckte den Kopf hinaus und sah in

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    Kapitel 12


    Am nächsten Morgen, als wir nach unten gingen, war das Frühstück bereits hergerichtet. Susan ging an uns vorbei und klopfte bei der Kellertüre an und rief nach unten, dass Jonathan doch bitte Frühstücken kommen solle. Einige Minuten später kam er zu uns und wir aßen gemeinsam. „Ich muss heute in den Baumarkt, ich brauche noch ein paar Sachen.“ meinte er und unsere Mutter bat ihn darum sie mitzunehmen, dass sie einige Einkäufe erledigen konnte. Als sie sich angezogen hatten, sprach unsere Mutter „Wir sind bald wieder da.“ Sie verließen das Haus und Natalie und ich waren zum ersten mal alleine.


    Wir hörten wie das Garagentor sich öffnete und der Wagen raus fuhr. „Lass uns was im Fernsehen ankucken, bis sie wieder da sind“ sagte meine Schwester zu mir . Als wir gerade ins Wohnzimmer gehen wollten, sah ich, dass Jonathan die Kellertüre offen stehen hat lassen. „Lass uns nochmal nach unten gehen.“ sagte ich zu Natalie und zeigte in Richtung Keller. „Das

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